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Lebensweg

Lebensweg

Lebensweg
C.R.

Sie war sehr klein
und grün und glatt und hart
und sie begab sich auf die Reise.

Durch Jahr und Tag,
durch Sonne, Wind und Eis.

Zwar ist sie runzlig jetzt,
doch schwer und süß und weise
und die sie schätzen,
die verwöhnt sie zart.

Lust

Lust

Lust.
Sie weint vor lauter Seligkeit.
Alle Schatten schmelzen
ins Nichts.

Lebensweisheit

Wer weiss,was der Fluss für einen Dreck mit sich bringt...?
Jedenfalls riecht der Fluss würzig und gut!
Das ist so ähnlich wie mit dem Leben. Das bringt auch viel Dreck mit sich und ist
trotzdem würzig und gut.
Manchmal zumindest.

aus: "Die weiteren Aussichten" von Robert Seethaler

Geständnis

Ich habe ein paar Blumen nicht gepflückt, um dir ihr Leben zu schenken.
Christian Morgenstern

Wieder ein Neues!

"Mein Motto/Wunsch für dieses neue Jahr ist es, angeregt durch eine
Weihnachtskarte, viele Momente des Lachens zu schaffen, zu suchen, zu genießen!
Denn wenn Menschen miteinander lachen entsteht Leichtigkeit, Freude und Lust..."
R.L.

Zauberhafter November

Die letzte Rose ragt,
dunkelrot vor Stolz,
aus betagtem Laub.

Matte Sonnenstrahlen,
gefiltert durch weiße Schleier,
zaubern lange Schatten.

Diffuses Licht lässt
das Spargelkraut glitzern.
Gewirkte, filigrane Goldfasern.

Vom Reif glasierte Brennnesseln
ruhen, zwischen gebeugten Grashalmen,
im frostigen Blätterbett.

Knisternde Pfützen
am frühen Morgen.
Mit den Absatz – knack -
sternförmige Risse, Splitter.

Sausende rosa Wolken,
flüsternder Schneeregen,
laden ein zum Schauen und Horchen.

Ruhe finden,
bei Bratäpfeln und Kastanien,
bei Kerzenschein
im warmen Haus.

Seltsamer Sommertag

Sachte säuselnde Sommerwinde
suggerieren subjektiv sichere Sachlagen -
seltsame Sinneswandel,
sonderbar schnelle Schlüsse.

Sibylle sagt solche seltsamen Sätze, sooft sie spricht.
Siedende Sonne, salzige Steine,
seltener Schatten.
Sentimentale Sibylle sucht seltene Schätze,
sammelt saubere Seelen,
sortiert sanfte Segenswünsche.

Sinnierende Sibylle sitzt sehnsüchtig seufzend.
Sandiger Strand saugt Sonnenstrahlen,
Sonne sinkt sachte.
Sibylle singt schmachtende Songs,
selige Situation,
schließlich schläft Sibylle sanft.

Atempause

Ein Abend,
von dem man sich nicht trennen kann.

Silberbestäubte Stille,
verziert mit knisternden Sternen.

Friedlicher Ausklang.
Sanfte Bereitschaft zur Ruhe.

Neugier
auf die kleinen,
poetischen Ausblicke
des neuen Alltags.

Anouk

Anouk

Die goldene Frühlingsblüte,
ein Stern,
ein Geschenk
für dich.

Da liegt sie nun
leuchtend,
in deiner kleinen,
forschend, neugierigen Hand.

Du stutzt.
Du schaust und staunst.
Du überlegst.

Und dann sagst du,
kurz und bestimmt:
"wieder aufhängen"!

Der Februar 2013 im Rückblick

Winterlich weiß.
kalt und trüb.
Sehnen nach warmem Licht.

Reichlich Narren.
Unerwartete Begebebheiten
in der Welt.
Suche nach guten
Lösungen.
Gedenktage.

Erstes Lied einer Amsel.
Schneeglöckchen, Krokusse,
vorsichtige Triebe
an den Rosen.

Ungeduldiges Warten auf die Sonne.
Ein fast gewohnter
Vertreter seines Namens.

Neujahr

So wie die junge Hündin einen jeden neuen Tag begrüßt:
Mit überbordender Neugier,
Begeisterung und Tatendrang.

So unvoreingenommen und fröhlichein neues Jahr zu beginnen,
das wäre ein guter Anfang!

Eine drollige Stollengeschichte

Claudia Richter

Mit einem Gesicht, einem kummervollen,
die Augen vom Weinen ganz verquollen
sucht sie die Zutaten für den Stollen.

Sie hatte einen anspruchsvollen
köstlichen Stollen backen wollen.
Plötzlich warn Mehl und Rosinen verschollen.

Was hilft da das Schmollen?
Sie alarmiert Polizeikontrollen
die ihr bei der Suche helfen sollen.

Die Polizisten, die hoffnungsvollen
beginnen Listen aufzurollen.
Lauter olle, verdächtige Rollen.

Doch umsonst – sie legt sich mit sorgenvollen
Gedanken hin um schlafen zu wollen.

Sie träumt vom Zauber, vom ahnungsvollen,
von Trost, von Duft und vom Teigausrollen.

Schließlich erwacht sie von lustvollen
Düften, die ihr um die Nase quollen.

Denn des nachts haben heimlich die liebevollen
kleinen Kerlchen, ohne Dank zu wollen,
einen geschmackvollen, würzigen, wundervollen
Stollen kreiert um ihr wohl zu wollen.

Das waren die Trolle, die geheimnisvollen,
denn das hat ein Happy End werden sollen!

Abend im Herbst


Abend im Herbst
10/07

Mühsamer Weg. Rau,
neblig und nass. Der Hund
riecht feucht. Die Stiefel,
schwer von Erde,
triefen.

Wohlige Wärme im
vertrauten Zuhause.
Innere Ruhe.
So ist es
gut!

 

Der Ochse

Der Ochse

Ich liebe dich, du sanftmütiger Ochse,
mit einem Gefühl von Kraft und Frieden zugleich
erfüllst du mein Herz,
feierlich wie ein Denkmal stehst du da
und schaust weit hinaus auf die fruchtbaren Felder,

zufrieden beugst du dich unter das Joch
und unterstützest den ernsthaften Menschen bei
seiner eifrigen Arbeit:
er ermahnt dich und stachelt dich an,
mit dem langsamen Blick deiner geduldigen Augen
antwortest du ihm.

Aus deinem großen, schwarzen und feuchten Nüstern
dampft dein Atem wie ein fröhliches Lied
verliert sich dein Ruf in der heiteren Luft.

Und im ernsten Blau deines Augesnin seiner strengen
Süße spiegelt sich wider, unendlich und friedvoll,
das göttliche Schweigen über der grünen Ebene.

Giosué Carducci
(1835-1907)

Septembergruß

Septembergrüße

Den September begrüße ich mit einem Gedicht von der Weintraube. Im Alter hat sie die Süße und die richtige Reife erlangt.

Das Bild zeigt meine allererste Kamera. Sie ist zwar mit ihren 50 Jahren ein bisschen kaputt, hat aber großen Nostalgiewert.

Lebensweg
2002
Sie war sehr klein
und grün und glatt und hart
und sie begab sich auf die Reise.

Durch Jahr und Tag,
durch Sonne, Wind und Eis.

Zwar ist sie runzlig jetzt,
doch schwer und süß und weise
und die sie mögen,
die verwöhnt sie zart.